Wendepunkt | Wohnprojekt

Wendepunkt | Wohnprojekt

Gutenbergstraße 16, 6020 Innsbruck
Telefon: 0512 - 58 08 40  Fax DW 4
Mobil: 0664 - 817 27 73
E-Mail: wendepunkt@promente-tirol.at

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Wohnprojekt – Mobile Begleitung – Kooperationen

Wendepunkt bietet sozialpsychiatrische Angebote für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind.

Die Last der Situation
Die Ursachen für Wohnungslosigkeit können vielfältig sein. Neben wirtschaftlichen, materiellen Gründen (Armut, Verlust des Arbeitsplatzes, mangelnde Ausbildung) und gesellschaftlichen, sozialen Gründen (Trennung, Verlust) spielen auch psychische Erkrankungen eine erhebliche Rolle. Aktuelle Studien belegen, dass mehr als zwei Drittel wohnungsloser Menschen unter psychischen Erkrankungen leiden.

Langfristige und individuelle Hilfe
Ziel des Wohnangebotes und der mobilen Begleitung von Wendepunkt ist die Förderung der psychischen Gesundheit, der Autonomie und der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe Betroffener. Das Angebot ist langfristig, individuell und verantwortungsbewusst angelegt und bietet sozialpsychiatrische Unterstützung


nach aktuellen fachlichen Qualitätsstandards – entlang der Prinzipien der modernen Sozialpsychiatrie.

Stärken, fördern, unterstützen
Im Zentrum aller Hilfen steht die Stärkung der eigenen Fähigkeiten der Betroffenen und die Auseinandersetzung mit den Tatsachen der psychischen Erkrankung. Ziel ist es, mit der notwendigen Unterstützung die eigenen Anliegen wieder selbstständig bewältigen zu können.

Neben den Unterstützungsleistungen richtet sich auch die räumliche Struktur von Wendepunkt nach den individuellen Bedürfnissen der KlientInnen:

  • in den Beratungsräumlichkeiten
  • in der Wohnung der Betroffenen
  • als kooperierende niederschwellige Einrichtung

Die Angebote von Wendepunkt

Wohnprojekt
Im Rahmen des Wohnprojektes bietet Wendepunkt eine Kombination aus begleiteter Wohnsituation, betreuter interner Tagesstruktur, sozialtherapeutischer Gruppenarbeit und intensiver Einzelbetreuung. Das Wohnprojekt beinhaltet sieben Wohnplätze, die als jeweils persönliche Wohneinheit gestaltet und auf die Bedürfnisse der KlientInnen abgestimmt sind.

Das gemeinsame Leben und Arbeiten in der BewohnerInnengruppe bietet die Möglichkeit, wieder einen strukturierten und sinnerfüllten Tagesablauf zu erleben. Ebenso finden die BewohnerInnen hier einen Rahmen für ein intensives soziales Lernen.

Abweichungen und Ausbrechen aus diesen Tagesstrukturen sind – v. a. am Anfang der rehabilitativen Arbeit – zu erwarten und bilden einen fixen Inhalt im rehabilitativen Prozess: „Rückfälle und Schwierigkeiten helfen beim nächsten Versuch, es besser zu machen.“

Das Wohnprojekt Wendepunkt ist an sieben Tagen der Woche betreut, an Werktagen findet halbtags eine verpflichtende Tagesstruktur statt.

Mobile Begleitung
Im Rahmen der niederschwelligen mobilen Begleitung bieten die Fachkräfte von Wendepunkt folgende Unterstützungen:

  • Nachsorge für Betroffene, die die Rehabilitation im Wohnprojekt abgeschlossen haben
  • vorbereitende und überbrückende Betreuung im Vorfeld der Aufnahme ins Wohnprojekt
  • langfristige und mobile sozialpsychiatrische Betreuung für Menschen in kombinierten Problemlagen am jeweiligen Wohnort
  • sozialpsychiatrischer Beitrag zu kooperativen Betreuungsangeboten – gemeinsam mit den PartnerInnen: niederschwellige Sucht- oder Wohnungsloseneinrichtungen, Hauskrankenpflege, SachwalterInnen, Soziale Alltagsbetreuung

Die sozialpsychiatrisch ausgebildeten MitarbeiterInnen von Wendepunkt stellen Kontakt her, schaffen Vertrauen, entlasten, beraten und begleiten langfristig während eines längeren therapeutischen Rehabilitationsprozesses. Das Ausmaß der Begleitung richtet sich nach den Bedürfnissen und Notwendigkeiten der KlientInnen. Das Angebot erfolgt an Werktagen und im Stadtgebiet von Innsbruck.

INKA
Mit dem Projekt INKA - ein Kooperationsprojekt von Pro Mente Tirol und ISD – bietet Wendepunkt ein Café als niederschwelliges Kontakt- und Kommunikationsangebot für BewohnerInnen des Hauses Gutenbergstraße 16.

Viele der HausbewohnerInnen sind massiv von kombinierten Problemlagen betroffen, wollen jedoch keine verbindliche Betreuungsbeziehung eingehen. Im Rahmen von INKA besteht die Möglichkeit der Einsamkeit der eigenen Lebenssituation zu entkommen und in einem gewaltfreien Raum anderen Menschen zu begegnen. Neben den HausbewohnerInnen kann man auch Kontakt zu den MitarbeiterInnen von Wendepunkt und ISD aufnehmen. Auf diesem Weg können die BewohnerInnen ohne weitere Verpflichtung eine wertschätzende Entlastung aus der Einsamkeit erfahren.

Finanzierung

Die Rehabilitationsangebote von Wendepunkt werden vom Land Tirol gemäß Tiroler Teilhabegesetz finanziert. Das Team unterstützt Sie gerne bei der Antragstellung. Den entsprechenden Antrag finden Sie hier.

Ausführliche Informationen zum Betreuungsansatz und zum Angebot von
Wendepunkt finden Sie im
Wendepunkt-Folder.